Dienstag, 8. Juli 2014

Juni 2014 - Lange und warme Tage

Ceuse

Une petit visite a Ceuse...

Anfang Juni stehen ein paar freie Tage im Kalender. Aus Langeweile besuche ich ein paar Freunde in Ceuse. Der Felsen mit hohem Andrang. Schwimmbadatmosphäre garantiert. Im village suisse verweile ich die Tage. Die Stimmung ist super und lässt meine Skepsis gegenüber Ceuse schnell verschwinden...

Einfach ein paar Tage im Paradies verweilen. Wie ein Tourist verschiedene Routen anschauen, die Zeit geniessen und sich nicht ab den ausbleibenden Durchstiegen stören

Siesta im "village suisse".

Uli gibt alles und noch mehr in "carte blanche".


Engelsbauch

Ende Juni folge ich der Einladung zum verweilen im Bauchbiwak. Dafür musste mich der Hausmeister persönlich, welcher diese schickte, nicht lange überreden. Neben Matthias ist Fotograf Alessandro sowie Besuch aus USA dabei. Nach dem erfolgreichen absolvieren des Klettersteigs stehen wir unter dem Bauch. Bis zu 40m ziehen die Bohrhaken in die Höhe. Let’s go! 

Auf zum Bauch!

Im ersten Rotpunktversuch lasse ich meine Arme brennen und klettere „burn baby burn“ (8b). Für J.S. muss das schon im Onsight sein. Den Test besteht er souverän. 

Andy zieht "burn baby burn".

Andy zieht "burn baby burn".

Danach versuchen wir beide das Testpiece „quattro stagioni“ (8c). Am späten Abend gelingt J.S. die erste Wiederholung. Meine Bemühungen muss ich vertagen. Beim Abendessen im Biwak fehlt nichts. Barbecue, some beers, enough food and „e gueti stimmig“!

Gute Stimmung im Biwak!

Die Morgenaussicht am Bauch.

Mit der Sonne über dem Titlis werden wir aus dem Schlaf geholt. Nice! Dann versuche ich nochmals „quattro stagioni“ (8c). Ein guter Versuch gibt mir Zuversicht und motiviert für die Wiederkehr. Nun ist auch „putain le systeme“ (8c) trocken. Da J.S. unterdessen aufgestanden ist fällt der rote Punkt bald. Eindrücklich!
Zufrieden zottelt dann die ganze Crew nach zwei Tagen wieder zurück.

Andy geniesst die herrlichen Züge von "quattro stagioni".

Der Hunger muss auch für das letzte Pizza-Stück reichen...


Voralp

Tag I: 

Sintflut, kalte Füsse und eine euphorische Aussicht!

Mit dem Juli kommen freie Tage. Doch zunächst scheint dass Wetter wechselhaft zu werden. Davon lassen sich ein reiselustiger Basler und ein unermüdlicher Seeländer jedoch nicht abschrecken. Als Alternative zum Süden zieht es uns dann in die Ostschweiz. Schliesslich ist der Felsen über dem Voralpsee bis über die Landesgrenze bekannt. Il faut visiter ce coin, c’est sûr!

Im strömenden Regen erreichen wir den Parkplatz. Unter der Regenplane versuchen wir vorerst Kaffee zu kochen und warten eine Weile.

Nebelgeister...

Da sich die Situation kaum ändert wandern wir los. Erst als wir vor der Wand stehen ist diese ersichtlich. Trotz Regen und Nebel scheint diese trocken zu sein. Auf geht’s mit kalten Füssen und klammen Fingern! 

Kein Pilz sondern Sämi im Regenwald...

Dem Wetter entsprechend versucht Sämi sogleich „alaska kid“ (8a). Um dagegenzuhalten klettere ich dann „euphorie“ (8b+) im ersten Rotpunktversuch. Den Umlenker erreiche ich nur mit nassen Fingern. Die Euphorie ist gross! Später treffen noch lokale Gestalten ein. Den Kantonsgraben überwinden wir mit geschicktem Verhandeln. Also kennen wir nun den schönsten Parkplatz. So geht das!

Tag II: 

Sonne, rote Punkte, baden und Kaffeetratsch!

Mit der Sonne erwachen wir schon früh. Durch die klare Nacht klettern wir dann bei kühlen Bedingungen. Das Aufwärmen ist harzig. Doch danach klettert Sämi sogleich souverän durch „alaska kid“ (8a). Wegen einem technischen K.O. brauche ich einen zweiten Versuch für den erfolgreichen Durchstieg von „amazonas“ (8b). Nun braucht Sämi mehr Beschäftigung und versucht die ausdauernde „mordillo“ (8a+). Da die Laktatverträglichkeit bei mir stimmt ziehe ich dann sicher durch das Zug-Puzzle bis zum Umlenker. Zu 2/3 onsight-flash oder so. Nun scheint die Sonne in die Wand und wir flüchten zum Baden an den See. Danach gönnen wir uns eine kühle Cola im See-Bistro. Die Besitzerin ist den Kletterern wohlgesinnt und freut sich ab unserem Besuch. Später verweilen wir beim Feuer bevor es müde in den Schlaf geht.

Chillen im See-Bistro...

 Tag III:

Müde Finger, letzte Taten und tschau Voralp!

Deutlich wärmer ist es bereits am frühen Morgen. Es liegt der Föhn in der Luft. Am Fels arbeitet Sämi heute weiter an „mordillo“ (8a+). Für ihn ein Grund zur Wiederkehr. Beim austesten von „bandit“ (8a+) spüre ich wie die Kraft sowie die Haut bereits sehr leiden. Plan B ist gefragt. Im Onsight-Versuch falle ich dann gepumpt aus „grenzgänger“ (8a). Mit Kenntnis der Zugabfolge kann ich danach die Route klettern. Eine schöne Linie. Jetzt sind wir aber „uhuere ufem hund“! Also geht es auf die Heimreise. Beim See-Bistro stärken wir uns mit Kaffee und Kuchen. Der gelungene Abschied nach dem Ausflug „dans un pays bien suisse-allemande“;-)